Schizophrenie

Die Ableitung eines Elektroenzephalogramms wird zwar auch häufig im Rahmen einer psychiatrischen Diagnostik eingesetzt, die Intepretation der Messungen stieß jedoch bislang auf große Probleme.

Abhilfe kann hier das quantitative EEG schaffen, da dieses gegen eine Normgruppe von 250 gesunden Männern und Frauen im Alter von 18-90 Jahren verglichen werden kann. Diese Normgruppe ist Bestandteil der neo-CATEEM® Software, die einen solchen Vergleich noch während der Messung durchführen kann (nachdem mindestens 3 Minuten an Signalen vorliegen). Ein Beispiel einer Patientin, die unter Schizophrenie leidet, zeigt eine massiv überhöhte fokale elektrische Leistung im alpha1 und beta1 Frequenzband mit einem statistisch abesicherten Abweichungsindex von 3,71 bzw. 4 (siehe Tabelle unten links). Das entspricht einer Wahrscheinlichkeit eines pathologischen Befundes von etwa 10 000 zu 1. Der Befund ist sowohl in der Karte (Schläfenlappen) wie auch in der Balkengrafik (Elektrodenposition T6) deutlich erkennbar. Gleichzeitig ist klar erkennbar, dass eine alleinige Auswertung des Rohsignals (z.B. aktuelle, aufgehellte Mess-epoche von 364 Millisekunden) wohl kaum interpretierbar ist. Die Frequenzanalyse des Elektroenzephalogramms, die hier in Form einer Enkephaloglyphe (www.enkephaloglyphen.com) dargestellt ist, ist im heutigen Computerzeitalter Stand der Technik. In der Abbildung unten rechts ist auch klar erkennbar, dass sich die elektrische Hirntätigkeit ständig ändert. Für diagnostische Zwecke (Vergleich mit der Datenbank) ist daher eine Mittelwertbildung über eine Zeit von mindestens 3 Minuten erforderlich (oberer Teil der Abbildung). Weitere allgemeine Informationen findet man auch unter www.neurocode-ag.de oder in englischer Sprache unter www.neurocode-ag.com.

Therapiekontrolle: Zum Einen läßt sich die mittlere elektrische Aktivität über einen Zeitraum von z.B. 3 Minuten numerisch darstellen. Zum Anderen erlaubt das Ergebnis einen statistischen Vergleich mit einer Normgruppe (250 gesunde Personen (männlich und weiblich) zwischen 18-90 Jahren), um die Abweichung der Aktivität in Form eines Indexes (AI=Abweichungsindex) getrennt nach geöffneten und geschlossenen Augen (je nach Ableitebedingung) festzustellen. Die Ableitung vor der Behandlung bzw. nach der Behandlung dient zur Therapiekontrolle. 

Durch jahrelange tierexperimentelle Forschung konnten wir den von uns definierten Frequenzbereichen die chemische Aktivität des Gehirns in Form von Botenstoffen (Neurotransmittern) zuordnen.

Acetylcholin-delta (rot), Noradrenalin-theta (orange), Serotonin-alpha1 (gelb), Dopamin-alpha2 (grün), Glutamat-beta1 (türkis), GABA-beta2 (blau).

Informationen zum neo-CATEEM® : EEG - Messung , Dokumentation und Interpretation  finden Sie unter Elektroenzephalographie

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