Elektrische Hirntätigkeit

Die Messung der elektrischen Hirntätigkeit wurde von Hans Berger 1929 berichtet. Die elektrischen Oszillationen unterscheiden sich je nach Hirnregion sehr deutlich und sind in ihrer originalen Form als Spannungsschwankungen sehr schwer interpretierbar. Wie in anderen Bereichen (z.B. der Astronomie) können diese Kurven aber auch über eine Frequenzanalyse quantifiziert und damit objektiv vergleichbar gemacht werden. Hierbei wird die elektrische Leistung in verschiedenen Frequenzbereichen angezeigt. Man kann sich das so vorstellen, als ob verschiedene Radiosender im Gehirn aktiv seien. Die Frequenzen sagen allerdings auch etwas über chemische Vorgänge im Gehirn aus, da die elektrische Aktivität aus der Interaktion von Botenstoffen (Neurotransmittern) mit chemischen Rezeptoren resultiert, wodurch die Leitfähigkeit von Ionenkanälen gesteuert wird.

Zur Messung benötigt man eine sogenannten Elektrohaube, die eine Anzahl von Kontaktstellen enthält, wo die Hautoberfläche mit Hilfe eines leitfähigen Gels mit Drähten, die zu einem Verstärker führen, in Kontakt gebracht werden. Als nächstes benötigt man einen Verstärker, der das Signal, in Bereich von Mikrovolt anliegt, in den Millivolt Bereich bringt. Dieses Signal wird dann in einem Computer so weiterverarbeitet, dass man es interpretieren kann. Dies geschieht mit Hilfe einer speziellen Software neo-CATEEM®.

Das sieht z.B. dann so aus:

Darstellung einer EEG Ableitung bei einem Kind, das unter Epilepsie leidet. Eine echte Therapiekontrolle ist nur mit dem Frequenz-analysiertem EEG möglich.

Therapiekontrolle: Zum Einen läßt sich die mittlere elektrische Aktivität über einen Zeitraum von z.B. 3 Minuten numerisch darstellen. Zum Anderen erlaubt das Ergebnis einen statistischen Vergleich mit einer Normgruppe (250 gesunde Personen (männlich und weiblich) zwischen 18-90 Jahren), um die Abweichung der Aktivität in Form eines Indexes (AI=Abweichungsindex) getrennt nach geöffneten und geschlossenen Augen (je nach Ableitebedingung) festzustellen. Die Ableitung vor der Behandlung bzw. nach der Behandlung dient zur Therapiekontrolle. 

Durch jahrelange tierexperimentelle Forschung konnten wir den von uns definierten Frequenzbereichen die chemische Aktivität des Gehirns in Form von Botenstoffen (Neurotransmittern) zuordnen.

Acetylcholin-delta (rot), Noradrenalin-theta (orange), Serotonin-alpha1 (gelb), Dopamin-alpha2 (grün), Glutamat-beta1 (türkis), GABA-beta2 (blau). 

Diese Form der Darstellung der elektrischen Hirntätigkeit wird im Beitrag EEG - Messung, Dokumentation und Interpretation (Elektroenzephalographie) ausführlicher erklärt.

Nähere Informationen zu dieser CATEEM-Technologie sind in über 100 CATEEM Publikationen verankert und findet man unter: www.cateem-tec.com. Die Hard- und Software kann man dort beziehen: www.mewicon.at.