Herzfrequenzvariation Orthostase-Test (Ewing-Test)

Messung: Orthostase-Test  (Ewing-Test oder Aufstehtest)

Messdauer: 50 Intervalle  (Analyse nach Ziegler)

Auswahlmöglichkeit der Körperpositionen:

Orthostase-Test (Aufstehtest) aus liegender Position

Orthostase-Test (Aufstehtest) aus sitzender Position

Der Patient wird bei diesem Test aufgefordert, aus der liegenden (oder sitzenden) Position heraus die aufrechte Position einzunehmen (aktives Aufrichten) und sich neben die Untersuchungsliege zu stellen.

Ist die aufrechte Position erreicht, startet die Messung des Orthostase – Test  (Ewing–Test oder Aufstehtest)

WICHTIG!

·   Um das 15. bzw. 30. Intervall sollten keine Artefakte auftreten, da diese Werte besonders wichtig für die im Anschluss folgende Analyse sind (RR30/RR15 Verhältnis). Sollten Artefakte auftreten, wiederholen Sie die Messung durch einen erneuten Druck auf die Orthostase – (Ewing–Test) Taste.

·    Zudem empfiehlt es sich, bei diesem Test dem Patienten die Elektrodenleitungen in die Hand zu geben, um einen starken Zug auf die Elektroden mit der Folge von Änderungen des Übergangswiderstandes zu vermeiden. Wenn ein Patienten-Klapptisch in der Einrichtung vorhanden ist, ist es von Vorteil, diesen für den Test zu verwenden.

Mathematische Herleitung:

Der Quotient aus dem 30. und dem 15. Intervall nach dem aktiven Aufrichten bildet das „30/15 Verhältnis“ (RR30 / RR15). Dieser Quotient beschreibt das durch den orthostatischen Lagewechsel bedingte Verhalten der Herzfrequenz.

Um Artefakte zu vermeiden. hat man sich darauf geeinigt, die Messung erst direkt nach dem Ende des Aufstehens zu starten. Die angezeigten Normdaten wurden mit der gleichen Methode erstellt!

Auswertungen

1. Auswertung: Anzeige der Intervalle ; System Artefakte, User Artefakte

2. Herzfrequenzdiagramm mit Normdatenvergleich

R—>R15 (ms); R—>R30 (ms); R—>R15 / R —>R30; R—>Rmin 5-25 (16) (ms); R—>Rmax 21-45 (29) (ms); R—>Rmax 21-45 / R—>Rmin 5-25 (Normvergleich)

3. Histogramm

HRV index (Anzahl aller RR-Intervalle/maximale Häufigkeit). Ein größer werdender Index bedeutet eine höhere Variabilität.

TINN (ms) - Breite [ms] zwischen der ersten linken und rechten Nullstelle ausgehend vom Maximum der Verteilungskurve. Eine größer werdende Breite bedeutet eine höhere Variabilität.

4. Automatische EKG-Auswertung und manuelle EKG-Auswertung

Sie basieren auf der „Peak to Peak“ Analyse. QRS-complex (ms); QT-complex  (ms) und ST-complex (ms).

Auf der linken Seite erscheinen die Werte aus der automatischen Berechnung. Sollten die automatischen Berechnungen nicht Ihren Vorstellungen entsprechen, so haben Sie die Möglichkeit, die Marker manuell zu setzen. Auf der rechten Seite erscheint dann abweichend zur linken Seite der neu errechnete Abstand der manuell gesetzten Marker.

5. Gesamtauswertung auf einen Blick

 

Gesamtauswertung auf einem Blick